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3.53.6 Boden- und Höhentröge (Entstehung und Wettergeschehen)
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Gesamtinhalt | 3 Meteorologie | 3.53 Luftmassen, Hoch- und Tiefdruckgebiete | 3.53.6 Boden- und Höhentröge (Entstehung und Wettergeschehen)

Boden- und Höhentröge sind Tiefdruckgebilde.

Trog, Bodentrog, Rückseitentrog

Ein Trog entsteht auf der Rückseite eines Tiefs hinter einer Kaltluftfront oder einer Okklusion und bezeichnet die Keil- oder Trogförmige Zirkulation der Luft um einen Tiefdruckkern. Ein Trog besteht so lange, wie die Luft noch zirkuliert. Ist diese trogförmige Zirkulation abgeschlossen spricht man von einem Trogtief.

Entstehung

Ein Tiefdruckgebiet ist von einem Hochdruckgebiet auf allen Seiten eingeschlossen. Die einschliessenden Luftmassen höheren Drucks stürzen sich in das Tiefdruckgebiet herunter, was die Trogform des Tiefdruckgebiets zur Folge hat.

Der Trog folgt einer Kaltfront oder Okklusion meistens in einem Abstand von 15 bis 20 Minuten und macht sich durch einen langsameren Anstieg des Luftdrucks oder sogar durch Fallen des Luftdrucks bemerkbar.

Wetter

Im Trog kommt es durch die einfliessende Luft zur Stauung der Luftmassen, so dass diese sich wieder nach oben bewegen. Dadurch entstehen Wolken und Niederschlag.

Verbunden mit einem Trog sind also Wolkenbildung und Schauer. Sind die Luftmassen im Trog zusätzlich labil (bspw. im Sommer), so wird die Entstehung von Gewittern begünstigt.

Höhentrog

Ein Höhentrog steht in Zusammenhang mit dem Jetstream. Der Jetstream führt Luft in großen Höhen weitestgehend parallel zum Äquator um die Nord- bzw. Südhalbkugel. Der Jetstream ist aber nicht gerade sondern wellenförmig. Beult sich eine der Wellen des Jetstreams auf der Nordhalbkugel richtung Süden aus, so nennt man diese Ausbeulung einen Höhentrog. Eine Ausbeulung nach Norden heisst Höhenkeil.

Entstehung

Ein Höhentrog ensteht dann, wenn polare (kalte) Luft in großen Höhen nach Süden vordringt. Dadurch entsteht eine Beule in einem Bereich tropischer Warmluft.

Tröge erkennt man am besten auf einer Höhenwetterkarte (5.000 bis 6.000 Meter Höhe) mit einer Druckfläche von 500 hPa. Das heisst, dass sich alle Druckangaben an den Isobaren im Wertebereich bei 500 befinden.

Wetter

Durch die Stauung der Luft vor den Höhentrögen (an der Krümmung der Beule staut sich die Luft) wird die Luft nach unten abtransportiert und bildet am Boden in der Gegend der Rückseite des Trogs ein Hochdruckgebiet. Auf der Vorderseite des Trogs entsteht am Boden wiederum ein Tiefdruckgebiet.

Ein Höhentrog hat somit durch die Förderung von Hoch- und Tiefdruckgebieten in geringen Höhen einen unmittelbaren Einfluss auf das Wettergeschehen am Boden.

Zum Beispiel führt eine Überquerung eines Höhentrogs über ein Gebiet mit Cumuluswolken dazu, dass diese sich zu Cumulusnimbus (cb, Gewitter) überentwickeln.

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Zuletzt geändert am 24.03.2010 13:55 Uhr